Blutbefund:

Allergien sind Reaktionen des Immunsystems, bei denen Antikörper produziert werden. Diese Antikörper der Klasse Immunglobulin-E, oder kurz: IgE, können mit speziellen Labormethoden nachgewiesen werden. Insbesondere sind für den Allergiebefund der Wert des Gesamt-IgE und der Wert für spezifische IgE von Bedeutung.


 ECP: 

Ein erhöhter ECP Wert deutet auf eine Entzündung in den tiefen Atemwegen hin, dieser Wert wird bei Patienten bestimmt, die von Husten, Bronchitis oder Asthma berichten. Ausserdem ist ECP bei Neurodermitis erhöht.

ECP korreliert mit dem Krankheitsverlauf bei Asthma und Neurodermitis und ist daher zur Verlaufsbestimmung geeignet.

Gesamt IgE:

Hier wird die Gesamtheit der Allergie Antikörper im Blut gemessen. Es handelt sich dabei um Antikörper der Klasse Immunglobulin-E. Der Normalwert für Gesamt IgE ist bei Kindern vom Alter abhängig, bei Erwachsenen sollte der Wert unter 120 liegen. Eine Erhöhung des Wertes deutet auf eine „Allergieneigung“ hin. Bei Allergikern sind die Werte für Gesamt IgE fast immer erhöht. Wenn keine Allergie vorliegt sind die Werte meistens normal (unter 120).


 Spezifische IgE:

Hier wird geprüft gegen welche Allergieauslöser im Speziellen sich die Antikörper der Klasse Immunglobulin E (IgE) richten. Fünf Bestimmungen pro Test werden von der Krankenkasse bezahlt. Die Auswahl nimmt der Arzt entsprechend der aufgenommenen Krankengeschichte und der bereits vorliegenden Ergebnisse von Hauttestungen vor. Eine Allergie zeigt sich in der Erhöhung des gemessenen Wertes (PRU) über 0,35. Zur Vereinfachung wird das Ergebnis dann in Allergie Klassen von 0 bis 6 angegeben:

0: keine Allergie nachweisbar
1 bis 2: leichte Allergie (muss keine Allergiebeschwerden machen)
2 bis 4: mittelgradige Allergie
5 bis 6: starke Allergie

Achtung: der Schweregrad der Symptome muss nicht immer mit der bestimmten Allergieklasse im Einklang sein.


 Hauttest:

Allergien sind Erkrankungen des Immunsystems und an jeder Körperstelle nachweisbar. Der Einfachkeit halber testet man an der Haut ob gewisse Stoffe eine Allergie in einem Menschen auslösen. Je nach Erscheinungsbild der Allergie werden verschiedene Formen der Hauttestung unterschieden. Atemwegsallergien werden mit dem „Pricktest“, Hautauschläge und Ekzemerkrankungen werden mit dem „Epikutantest“ untersucht.Sie finden in Ihrem Befund immer zuerst eine Liste der an Ihrer Haut getesteten Substanzen, anschließend wird unter dem Punkt „Ergebnisse“ berichtet, ob die Haut auf eine der genannten Testsubstanzen in allergischer Art und Weise reagiert hat.
negatives Ergebnis bedeutet: keine Allergie an der Haut zu entdecken
positives Ergebnis bedeutet: allergische Hautreaktion bei der Testung mit dem entsprechenden Material.